Freisinger Handschriften (Traditionsbücher, Kopialbücher, Urbare und Rechnungsbücher)

Als Traditionsbuch wird ein vorwiegend im süddeutsch-alpenländischen Raum verbreitetes Amtsbuch eines Klosters oder Bistums (Hochstifts) bezeichnet, in das die Übereignungen an diese Institution in Form von Traditionsnotizen eingetragen wurden. Traditionsbücher dokumentieren Eigentumsverhältnisse und Gütergeschäfte, aber auch die Übereignung von Personen an die geistlichen Einrichtungen (sog. liber censualium). Seit dem Frühmittelalter sind große abschriftliche Sammlungen von Urkunden bekannt, z.B. die Traditionsbücher der Bischöfe von Freising, neben die dann später weitere Amtsbücher (Kopialbücher, Urbare) treten.
Im Bayerischen Hauptstaatsarchiv befinden sich zahlreiche wertvolle mittelalterliche Traditionsbücher. Sie sind überwiegend während der Säkularisierung im 19. Jahrhundert in staatlichen Besitz gelangt und zählen heute zweifellos zu den wichtigsten Quellen der früh- und hochmittelalterlichen Geschichte Altbayerns.
Im Jahr 2006 wurde mit der Digitalisierung der Traditionsbücher begonnen. Eine Auswahl der bedeutendsten Exemplare wird an dieser Stelle in digitaler Form bereitgestellt.
Die "Die Freisinger Handschriften" sind ein Angebot der Bayerischen Landesbibliothek Online, des zentralen kulturwissenschaftlichen Informationsportals zu Bayern und des Bayerischen Hauptstaatsarchivs.

Kooperation:Bayerisches Hauptstaatsarchiv   
Status:abgeschlossen
Zugriff:Startseite der Sammlung - Liste